CPV 734 – Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen für Sicherheits- und Verteidigungsmaterialien
CPV 734 umfasst F&E-Dienstleistungen für Sicherheits- und Verteidigungsmaterialien für öffentliche Auftraggeber im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich.
Was umfasst die CPV-Gruppe 734?
Die CPV-Gruppe 734 deckt Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen für Sicherheits- und Verteidigungsmaterialien ab. Dazu zählen F&E-Projekte für Verteidigungsausrüstung, Rüstungstechnologie, Sicherheitssysteme und verwandte Materialien und Technologien. Öffentliche Auftraggeber – insbesondere das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) und zugehörige Behörden wie das Beschaffungsamt der Bundeswehr (BAAINBw) – nutzen diesen Code für die Vergabe von Verteidigungsforschungsaufträgen.
Verteidigungsforschung ist ein hochspezialisiertes und reguliertes Beschaffungsfeld. Aufträge nach CPV 734 unterliegen besonderen Sicherheitsanforderungen, Geheimhaltungsklauseln und in vielen Fällen vergaberechtlichen Sonderregelungen nach der Verteidigungsvergabeverordnung (VSVgV). Die NATO-Forschungskooperation und transatlantische Rüstungsprojekte sind ein bedeutender Rahmen für die Verteidigungsforschung.
Neben klassischer Rüstungsforschung gewinnen Querschnittstechnologien wie Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien, Cybersecurity und unbemannte Systeme in der Verteidigungsforschung zunehmend an Bedeutung. Dual-Use-Technologien – Forschungsergebnisse mit sowohl ziviler als auch militärischer Anwendung – sind ein besonderes Charakteristikum dieses Beschaffungsfeldes.
Weiterführende Informationen zum CPV-System finden Sie bei der Europäischen Kommission (SIMAP) sowie in der Verordnung (EG) Nr. 213/2008 zur Überarbeitung des CPV.
Typische Leistungen in CPV 734
| Leistung | Beschreibung |
|---|---|
| Materialforschung Verteidigung | F&E für Schutzwesten, Fahrzeugpanzerung und Tarnmaterialien |
| Waffensystemforschung | Entwicklung und Erprobung von Waffenkomponenten |
| Cybersecurity-Forschung | Entwicklung von Technologien zum Schutz militärischer Netze |
| Aufklärungstechnologie | F&E für Sensoren, Überwachungssysteme und Datenfusion |
| Autonome Systeme Verteidigung | Forschung zu unbemannten Fahrzeugen und Drohnentechnologien |
Beispiele für Ausschreibungen mit CPV 734
- F&E zu ballistische Schutzmaterialien: Das BAAINBw schreibt ein F&E-Projekt zur Entwicklung neuartiger ballistischer Schutzmaterialien mit verbessertem Schutz-zu-Gewicht-Verhältnis für Infanterieschutzwesten aus – Materialforschung, Prüfung und Bewertung von Prototypen.
- Forschungsprojekt zu militärischen KI-Anwendungen: Das BMVg schreibt ein Forschungsprojekt zur Entwicklung von KI-gestützten Entscheidungsunterstützungssystemen für taktische Einsatzplanung aus, mit besonderem Fokus auf Zuverlässigkeit und erklärbare KI.
- Cyberabwehrforschung für Bundeswehrnetze: Das Kommando Cyber- und Informationsraum schreibt ein F&E-Projekt zur Entwicklung neuer Detektionsverfahren für Advanced Persistent Threats in militärischen Netzwerkinfrastrukturen aus.
Aktuelle Ausschreibungen mit CPV 734 sind über TED (Tenders Electronic Daily) sowie auf nationalen Vergabeplattformen wie dem Deutschen Vergabeportal (DTVP) einsehbar, soweit nicht aus Sicherheitsgründen vertraulich behandelt.
Für wen ist CPV 734 relevant?
Öffentliche Auftraggeber
Das Bundesministerium der Verteidigung, das Beschaffungsamt der Bundeswehr (BAAINBw), das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr sowie vergleichbare Stellen in anderen NATO-Ländern sind die Auftraggeber unter CPV 734. Auch zivile Sicherheitsbehörden können F&E-Aufträge mit Sicherheitsbezug unter diesem Code vergeben.
Unternehmen und Bieter
Rüstungsunternehmen, Technologiekonzerne mit Verteidigungssparte, spezialisierte Forschungsunternehmen und Hochschulen mit Sicherheitsforschungsschwerpunkt sind die relevanten Bieter. Sicherheitsüberprüfungen, Exportkontrollzulassungen, NATO-Geheimschutzvereinbarungen und spezifische technische Kapazitäten sind typische Anforderungen.
Informationen zu Eignungsanforderungen und Vergabeverfahren bietet das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).
Wie hilft Bond bei CPV 734?
Tender Match – Ausschreibungen automatisch finden (CPV 734)
Mit tender.match erhalten Verteidigungsforschungsunternehmen automatisch alle relevanten Ausschreibungen mit CPV 734 direkt in ihr Dashboard. BOND indexiert Ausschreibungen aus über 1.000 Vergabeportalen in der EU – von TED über nationale Plattformen bis hin zu regionalen Vergabestellen. Statt täglich dutzende Portale manuell zu durchsuchen, werden passende Verteidigungsforschungsaufträge nach Branche, Kompetenz, Region und Unternehmensprofil gefiltert und zugestellt. Eine automatisierte Gap-Analyse zeigt sofort, wo das Unternehmen die Anforderungen erfüllt und wo Lücken bestehen. So verpassen Unternehmen keine Frist mehr und können sich auf die Angebotserstellung konzentrieren.
Company Match – Die richtigen Partner und Zulieferer finden (CPV 734)
Für Unternehmen, die für Verteidigungsforschungsprojekte Zulieferer, Unterauftragnehmer oder Konsortialpartner suchen, bietet company.match einen direkten Zugang zu qualifizierten Firmen aus einer EU-weiten Datenbank mit über 28 Mio. Unternehmen. Besonders bei größeren Verteidigungsforschungsprojekten, die ein einzelnes Unternehmen alleine nicht stemmen kann, identifiziert company.match automatisch passende Partner für Forschungskonsortien und Teilleistungen – und erhöht so die Chancen auf den Zuschlag.
Häufige Fragen zu CPV 734
Was bedeutet der CPV-Code 73400000?
Der CPV-Code 73400000 bezeichnet Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen für Sicherheits- und Verteidigungsmaterialien im europäischen Klassifikationssystem. Er wird für F&E-Aufträge im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich verwendet.
Wie finde ich Ausschreibungen mit CPV 734?
Nicht klassifizierte Ausschreibungen mit CPV 734 sind auf TED (Tenders Electronic Daily) für EU-weite Verfahren sowie auf dem Deutschen Vergabeportal (DTVP) zu finden. Vertrauliche Vergaben werden über separate Sicherheitsvergabekanäle abgewickelt.
Welche besonderen Vergaberegeln gelten für Verteidigungsforschungsaufträge?
Verteidigungsforschungsaufträge können unter die Verteidigungsvergabeverordnung (VSVgV) fallen, die besondere Sicherheitsanforderungen und abweichende Verfahrensregeln enthält. Außerdem können bestimmte Verteidigungsaufträge nach § 107 GWB vom regulären Vergaberecht ausgenommen sein. Details regeln die VgV sowie die VSVgV.
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