CPV 434 – Aufbereitungsmaschinen für Mineralien und Gießereiformmaschinen
CPV 434 umfasst Aufbereitungsmaschinen für Mineralien wie Brecher, Siebe, Mühlen und Sortiersysteme sowie Gießereiformmaschinen für die Metallverarbeitung.
Was umfasst die CPV-Gruppe 434?
Die CPV-Gruppe 434 deckt Aufbereitungsmaschinen für Mineralien und Gießereiformmaschinen ab. Zur Mineralaufbereitung zählen Backenbrecher, Prallbrecher, Kegelbrecher und Walzenbrecher für die Rohstoffzerkleinerung, Siebmaschinen und Siebturmanlagen für die Klassierung, Kugelmühlen und Rührkugelmühlen für die Feinzerkleinerung, Schwimm-Sink-Anlagen und Magnetscheider für die Sortierung sowie Aufbereitungsanlagen für Recyclingmaterial (Altglasbrechanlage, Metallschrott-Shredder). Gießereiformmaschinen umfassen Formmaschinen, Kernschießmaschinen und Anlagen für die Metallgießerei.
Öffentliche Auftraggeber sind kommunale Abfallwirtschaftsbetriebe (Schredder, Sortiertechnik für Recycling), Straßenbauverwaltungen (mobile Brecher für Recyclingasphalt, Steinbruchbetriebe), staatliche Gesteinsforschungseinrichtungen sowie Bundeswehr-Instandsetzungsbetriebe mit gießereispezifischen Anforderungen. Die vollständige CPV-Struktur ist im offiziellen CPV-Verzeichnis auf SIMAP einsehbar.
Emissionsschutz (BImSchG für stationäre Brecheranlagen, Lärmschutz für mobile Brecher), Arbeitssicherheit (Staubschutz, Lärm) und Ressourceneffizienz (Recyclingquoten nach KrWG) prägen die Ausschreibungsanforderungen. Stationäre Mineralaufbereitungsanlagen erfordern immissionsschutzrechtliche Genehmigungen. Rechtsgrundlagen sind auf EUR-Lex einsehbar.
Typische Leistungen in CPV 434
- Backenbrecher und Prallbrecher für Gestein und Recyclingmaterial
- Siebmaschinen und Trommelsiebanlagen
- Kugelmühlen und Rührkugelmühlen
- Magnetabscheider und Induktionstrenngeräte
- Mobile Brecheinheiten für Asphalt- und Betonrecycling
- Shredder für Altmetall und Bauabfälle
- Sortieranlagen für Recyclingstoffe
Beispiele für Ausschreibungen mit CPV 434
- Mobile Brechanlage für eine kommunale Abfallwirtschaft: Beschaffung einer mobilen Prallbrecheranlage (250 t/h) für die Aufbereitung von Bauschutt, Altasphalt und Betonabbruch für den kommunalen Wertstoffhof, inklusive Siebeinheit und Magnetabscheider – veröffentlicht auf TED (Tenders Electronic Daily).
- Schredderanlage für eine kommunale Recyclinginsel: Lieferung und Installation eines Einwellenzerkleinerers (600 kW, 10 t/h) für die Zerkleinerung von Sperrmüll, Holzabfällen und Altmetall für einen kommunalen Wertstoffbetrieb – ausgeschrieben auf DTVP.
- Siebanlage für Straßenbauverwaltung: Beschaffung einer stationären Dreifachdecksiebanlage für die Körnung von Gesteinsmaterial und Recyclingbaustoffen in der Größenordnung 0–63 mm für eine Landesstraßenbauverwaltung – veröffentlicht auf TED.
Für wen ist CPV 434 relevant?
Öffentliche Auftraggeber
Kommunale Abfallwirtschaftsbetriebe, Straßenbauverwaltungen und staatliche Forschungseinrichtungen beschaffen Aufbereitungsmaschinen. BImSchG-Konformität, Staubschutz und Recyclinganforderungen nach KrWG sind Schlüsselanforderungen. Vergaberechtliche Grundlagen bietet das BMWK.
Unternehmen und Bieter
Brecheranlagenhersteller (Sandvik, Kleemann, Metso) und Recyclingtechnikanbieter sind die relevanten Bieter. BImSchV-Konformität, CE-Kennzeichnung und Referenzen bei kommunalen Recyclingbetrieben sind wichtige Eignungsmerkmale.
Wie hilft Bond bei CPV 434?
Tender Match
Mit tender.match erhalten Mineralaufbereitungsmaschinenhersteller und Recyclingtechnikanbieter automatisch alle relevanten Ausschreibungen mit CPV 434 direkt in ihr Dashboard. BOND indexiert Ausschreibungen aus über 1.000 Vergabeportalen in der EU – von TED über nationale Plattformen bis hin zu regionalen Vergabestellen. Statt täglich dutzende Portale manuell zu durchsuchen, werden passende Aufbereitungsmaschinenausschreibungen nach Branche, Kompetenz, Region und Unternehmensprofil gefiltert und zugestellt. Eine automatisierte Gap-Analyse zeigt sofort, wo das Unternehmen die Anforderungen erfüllt und wo Lücken bestehen. So verpassen Unternehmen keine Frist mehr und können sich auf die Angebotserstellung konzentrieren.
Company Match
Für Unternehmen, die für Mineralaufbereitungs- und Recyclingprojekte Zulieferer, Unterauftragnehmer oder Konsortialpartner suchen, bietet company.match einen direkten Zugang zu qualifizierten Firmen aus einer EU-weiten Datenbank mit über 28 Mio. Unternehmen. Besonders bei größeren Aufbereitungsanlagenaufträgen, die ein einzelnes Unternehmen alleine nicht stemmen kann, identifiziert company.match automatisch passende Partner für Bietergemeinschaften und Teilleistungen – und erhöht so die Chancen auf den Zuschlag.
Häufige Fragen zu CPV 434
Brauchen stationäre Brecheranlagen eine BImSchG-Genehmigung? Stationäre Steinbrecher und Aufbereitungsanlagen ab bestimmten Kapazitätsgrenzen sind nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) genehmigungspflichtig (4. BImSchV). Mobile Anlagen können genehmigungsfreier sein, müssen aber Emissionsanforderungen erfüllen. In der Leistungsbeschreibung sind die genehmigungsrelevanten Parameter zu spezifizieren. Vergaberecht: VgV.
Welche Anforderungen gelten für Staubschutz bei Brecheranlagen? Steinstaub (kristallines Siliziumdioxid, Quarz) ist ein nachgewiesener Lungengefahrstoff. TRGS 559 regelt den Umgang mit mineralischem Staub. Brecheranlagen müssen mit Staubniederschlagsanlagen (Besprühanlagen), Einhausungen oder Entstaubungsanlagen ausgerüstet sein. In der Leistungsbeschreibung sind die Staubschutzmaßnahmen zu fordern. Details auf EUR-Lex.
Wie werden mobile Brecheranlagen vergaberechtlich klassifiziert? Mobile Brecheranlagen sind Lieferaufträge und unterliegen den normalen Vergaberegeln. Bei Auftragswerten über dem EU-Schwellenwert ist die europaweite Ausschreibung Pflicht. Unterhalb der Schwellenwerte gilt die UVgO mit vereinfachten Verfahren.
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