CPV 382 – Geologische und geophysikalische Instrumente
CPV 382 umfasst geologische und geophysikalische Instrumente wie Seismographen, Gravimeter, Magnetometer und Bohrlochmessgeräte für Forschung, Bergbaubehörden und Geowissenschaften.
Was umfasst die CPV-Gruppe 382?
Die CPV-Gruppe 382 umfasst geologische und geophysikalische Messinstrumente und -systeme. Dazu gehören Seismographen und seismische Messnetzwerke (Erdbeben-Frühwarnsysteme), Gravimeter zur Messung des Schwerefeldes, Magnetometer für geomagnetische Messungen, Geoelektrische und elektromagnetische Messsysteme zur Untergrunderkundung, Bohrlochmessgeräte (Logging-Tools) für die Rohstofferkundung sowie hydrogeologische Messgeräte für Grundwasseruntersuchungen.
Auftraggeber sind geologische Landesämter, die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das GFZ Deutsches GeoForschungsZentrum, Bergbaubehörden, Wasserversorgungsunternehmen für Grundwassermonitoring, Forschungsuniversitäten mit geowissenschaftlichen Instituten sowie Umweltbehörden für Altlastenuntersuchungen. Die vollständige CPV-Struktur ist im offiziellen CPV-Verzeichnis auf SIMAP einsehbar.
Geophysikalische Messinstrumente sind häufig hochspezialisierte Einzelgeräte oder Systemlösungen, die an spezifische Einsatzbedingungen (z. B. Tiefbohrungen, marine Einsätze) angepasst werden müssen. Die Beschaffungsvolumina sind oft gering, die technischen Anforderungen aber sehr hoch. Internationale Forschungskooperationen (EU-Horizon-Programme) spielen bei der Instrumentenbeschaffung eine Rolle. Rechtsgrundlagen sind auf EUR-Lex einsehbar.
Typische Leistungen in CPV 382
- Seismographen und seismische Netzwerkinstrumente
- Gravimeter (relativ und absolut) für Schwerefeldmessung
- Magnetometer für geomagnetische Feldmessungen
- Georadar-Systeme (GPR) für Untergrunderkundung
- Bohrlochmessgeräte und Logging-Equipment
- Hydrogeologische Messsysteme für Grundwasser
- Geoelektrische und EM-Messsysteme
Beispiele für Ausschreibungen mit CPV 382
- Ausbau eines Seismischen Beobachtungsnetzes: Lieferung und Installation von 30 Breitbandseismometern mit zugehörigen Datenloggern, Kommunikationsmodulen und Echtzeit-Datenübertragung für das nationale Erdbebenmessnetz – veröffentlicht auf TED (Tenders Electronic Daily).
- Beschaffung eines mobilen Georadar-Systems: Lieferung eines mobilen GPR-Systems für die Kartierung von Untergrundstrukturen, Hohlräumen und archäologischen Objekten, mit Auswertesoftware und Schulung – ausgeschrieben auf DTVP.
- Grundwassermesstechnik für ein Umweltamt: Lieferung von 50 automatischen Grundwasserpegelmessern mit Datenloggern, Funkübertragung und Fernwartungszugang für ein Grundwassermonitoring-Netz einer Landesbehörde – veröffentlicht auf TED.
Für wen ist CPV 382 relevant?
Öffentliche Auftraggeber
BGR, GFZ, geologische Landesämter, Bergbaubehörden und Umweltbehörden sind Hauptauftraggeber. Hohe technische Anforderungen, kleine Stückzahlen und spezialisierte Anwendungsfälle prägen die Ausschreibungen. Forschungsförderungsprogramme (DFG, Horizon Europe) beeinflussen die Beschaffungsplanung. Vergaberechtliche Grundlagen bietet das BMWK.
Unternehmen und Bieter
Hochspezialisierte Hersteller geophysikalischer Instrumente und Systemintegratoren sind die relevanten Bieter. Technische Exzellenz, Referenzen bei wissenschaftlichen Institutionen und After-Sales-Service (Kalibrierung, Reparatur, Softwareupdates) sind die entscheidenden Wettbewerbsfaktoren.
Wie hilft Bond bei CPV 382?
Tender Match
Mit tender.match erhalten Geophysikinstrumenten-Hersteller und -händler automatisch alle relevanten Ausschreibungen mit CPV 382 direkt in ihr Dashboard. BOND indexiert Ausschreibungen aus über 1.000 Vergabeportalen in der EU – von TED über nationale Plattformen bis hin zu regionalen Vergabestellen. Statt täglich dutzende Portale manuell zu durchsuchen, werden passende Geologie- und Geophysikausschreibungen nach Branche, Kompetenz, Region und Unternehmensprofil gefiltert und zugestellt. Eine automatisierte Gap-Analyse zeigt sofort, wo das Unternehmen die Anforderungen erfüllt und wo Lücken bestehen. So verpassen Unternehmen keine Frist mehr und können sich auf die Angebotserstellung konzentrieren.
Company Match
Für Unternehmen, die für geophysikalische Messprojekte Zulieferer, Unterauftragnehmer oder Konsortialpartner suchen, bietet company.match einen direkten Zugang zu qualifizierten Firmen aus einer EU-weiten Datenbank mit über 28 Mio. Unternehmen. Besonders bei größeren Geophysikinstrumentierungsaufträgen, die ein einzelnes Unternehmen alleine nicht stemmen kann, identifiziert company.match automatisch passende Partner für Bietergemeinschaften und Teilleistungen – und erhöht so die Chancen auf den Zuschlag.
Häufige Fragen zu CPV 382
Können geophysikalische Instrumente für EU-Forschungsprojekte vergabefrei beschafft werden? Nein, auch bei EU-geförderten Forschungsprojekten gelten die nationalen Vergaberegeln. Zuwendungsempfänger müssen bei der Beschaffung die VgV (oberhalb der Schwellenwerte) oder die UVgO (unterhalb) anwenden. Ausnahmen gelten nur für direkt von der EU vergebene Aufträge. Details: VgV.
Wie wird bei sehr spezialisierten Messgeräten mit wenigen Anbietern vergaberechtlich umgegangen? Bei Märkten mit wenigen Anbietern ist das Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb nach §14 Abs. 4 VgV möglich, wenn hinreichende Gründe vorliegen (z. B. nur ein Unternehmen weltweit liefert das benötigte Gerät). Dies ist sorgfältig zu dokumentieren. Details auf EUR-Lex.
Welche Verfahren gelten für die Beschaffung von Forschungsinstrumenten unterhalb der Schwellenwerte? Für Beschaffungen unterhalb des EU-Schwellenwerts regelt die UVgO die Verfahrensarten. Verhandlungsvergaben und beschränkte Ausschreibungen sind möglich. Forschungseinrichtungen mit eigenen Beschaffungsrichtlinien (z. B. Leibniz-Gemeinschaft, Helmholtz) haben ggf. ergänzende interne Regeln.
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