BOND — CPV 321 – Telekommunikationsgeräte
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CPV 321 – Telekommunikationsgeräte

CPV 321 umfasst Telefonanlagen, Mobilfunkgeräte, Funkgeräte (BOS), Videokommunikationssysteme und Satellitengeräte für öffentliche Auftraggeber.

Was umfasst die CPV-Gruppe 321?

Die CPV-Gruppe 321 deckt die Beschaffung von Telekommunikationsgeräten und -hardware ab, die für die Sprach- und Datenkommunikation in öffentlichen Einrichtungen eingesetzt werden. Dazu gehören Telefonanlagen (TK-Anlagen) und IP-Telefone für die Bürokommunikation, Mobilfunkgeräte (Smartphones und robuste Outdoor-Geräte) für den Außendienst sowie Funkgeräte für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) – insbesondere für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste, die das TETRA-Digitalfunknetz des Bundes nutzen. Ergänzend umfasst CPV 321 Videokommunikationssysteme für Konferenzräume und Leitstellen sowie Satellitengeräte.

Öffentliche Auftraggeber haben bei der Beschaffung von TK-Geräten besondere Anforderungen: Für BOS-Funkgeräte gelten strenge technische Standards und Zulassungsanforderungen des Digitalfunknetzes (TETRA, BOS-Standard). Für Mobilgeräte in Behörden werden BSI-konforme Betriebssysteme und Mobile-Device-Management-fähige Geräte gefordert. TK-Anlagen werden zunehmend als IP-basierte Unified-Communications-Lösungen beschafft, die Telefonie, Video und Messaging integrieren.

Die vollständige CPV-Struktur ist im offiziellen CPV-Verzeichnis auf SIMAP dokumentiert.

Typische Leistungen in CPV 321

  • IP-TK-Anlagen und SIP-Telefone für Bürokommunikation
  • Smartphones und robuste Outdoor-Mobilgeräte für den Außendienst
  • TETRA-Digitalfunkgeräte für BOS (Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst)
  • Videokommunikationssysteme für Konferenzräume und Leitstellen
  • Satellitentelefone und -kommunikationsgeräte für den Krisenfall
  • Headsets und Kommunikationszubehör
  • Pager und Alarmierungssysteme für Rettungsdienste

Beispiele für Ausschreibungen mit CPV 321

  • TETRA-Digitalfunkgeräte für eine Landespolizei: Beschaffung von 3.000 TETRA-Handfunkgeräten (DMR/TETRA-kompatibel, BOS-zugelassen) inklusive Zubehör (Ladegeräte, Antennen, Holster) und Softwarekonfiguration für die Integration in das bundesweite BOS-Digitalfunknetz – veröffentlicht auf TED (Tenders Electronic Daily).
  • IP-TK-Anlage für eine Stadtverwaltung: Lieferung, Installation und Inbetriebnahme einer IP-basierten TK-Anlage mit 1.200 Endpunkten (IP-Telefone, Softphones), SIP-Trunks zum Provider und Integration in das bestehende Active-Directory der Verwaltung – ausgeschrieben auf DTVP.
  • Smartphones für den Außendienst einer Bundesbehörde: Beschaffung von 800 BSI-konformen Smartphones mit MDM-Enrollment, verschlüsseltem Speicher und gesicherter E-Mail-Kommunikation für Mitarbeiter im Außendienst – veröffentlicht auf TED.

Für wen ist CPV 321 relevant?

Öffentliche Auftraggeber

Behörden aller Ebenen – insbesondere Sicherheitsbehörden (Polizei, Feuerwehr, THW), Verwaltungen mit Außendienstmitarbeitern und alle Stellen mit Kommunikationsinfrastruktur – sind potenzielle Auftraggeber unter CPV 321. Bei BOS-Funkgeräten gelten besondere Zulassungsanforderungen, die in der Leistungsbeschreibung präzise zu verankern sind. Für Mobilgeräte in sicherheitskritischen Bereichen ist die BSI-Grundschutzkonformität zu beachten. Vergaberechtliche Grundlagen bietet das BMWK.

Unternehmen und Bieter

TK-Gerätelieferanten und Kommunikationstechnikfirmen, die Telekommunikationsgeräte an öffentliche Stellen liefern, finden unter CPV 321 ein breites Ausschreibungsspektrum. Für BOS-Beschaffungen sind Zulassungen im TETRA-Netz des Bundes Pflichtvoraussetzung. Für allgemeine TK-Geräte zählen Hersteller-Autorisierungen, Servicenetzwerke und Erfahrung mit großen Rollouts als Wettbewerbsvorteile.

Wie hilft Bond bei CPV 321?

Tender Match

Mit tender.match erhalten TK-Gerätelieferanten und Kommunikationstechnikfirmen automatisch alle relevanten Ausschreibungen mit CPV 321 direkt in ihr Dashboard. BOND indexiert Ausschreibungen aus über 1.000 Vergabeportalen in der EU – von TED über nationale Plattformen bis hin zu regionalen Vergabestellen. Statt täglich dutzende Portale manuell zu durchsuchen, werden passende TK-Geräteausschreibungen nach Branche, Kompetenz, Region und Unternehmensprofil gefiltert und zugestellt. Eine automatisierte Gap-Analyse zeigt sofort, wo das Unternehmen die Anforderungen erfüllt und wo Lücken bestehen. So verpassen Unternehmen keine Frist mehr und können sich auf die Angebotserstellung konzentrieren.

Company Match

Für Unternehmen, die für Kommunikationsprojekte Zulieferer, Unterauftragnehmer oder Konsortialpartner suchen, bietet company.match einen direkten Zugang zu qualifizierten Firmen aus einer EU-weiten Datenbank mit über 28 Mio. Unternehmen. Besonders bei größeren TK-Geräteausschreibungen, die ein einzelnes Unternehmen alleine nicht stemmen kann, identifiziert company.match automatisch passende Partner für Bietergemeinschaften und Teilleistungen – und erhöht so die Chancen auf den Zuschlag.

Häufige Fragen zu CPV 321

Welche besonderen Anforderungen gelten bei der Beschaffung von BOS-Digitalfunkgeräten? BOS-Digitalfunkgeräte müssen für das bundesweite TETRA-Digitalfunknetz zugelassen und mit dem Standard des BDBOS (Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) kompatibel sein. In der Leistungsbeschreibung sind die technischen Zulassungsvoraussetzungen zu nennen. Auftraggeber sollten die BDBOS-Anforderungsdokumente als Grundlage verwenden. Vergaberechtliche Grundlagen bietet die VgV.

Können TK-Geräte und TK-Dienstleistungen (z. B. Mobilfunkverträge) gemeinsam ausgeschrieben werden? Grundsätzlich können gemischte Aufträge vergeben werden, wenn die Leistungen wirtschaftlich sinnvoll zusammenhängen. Für kombinierte Hardware- und Dienstleistungsausschreibungen gilt der höhere Schwellenwert. Eine Lostrennung (Geräte / Dienste) kann den Wettbewerb stärken, da unterschiedliche Anbieter je nach Kompetenz teilnehmen können. Details regelt die VgV.

Wie lange können Mobilfunkgeräte-Verträge in öffentlichen Ausschreibungen laufen? Gerätelieferaufträge haben keine gesetzliche Maximallaufzeit, können aber als Rahmenverträge mit bis zu 4 Jahren Laufzeit nach VgV abgeschlossen werden. Typisch sind kürzere Laufzeiten (2–3 Jahre), um den schnellen Technologiezyklen bei Mobilgeräten Rechnung zu tragen. Für unterschwellige Beschaffungen gilt die UVgO.

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