CPV-Code

CPV 302 – Computerausrüstung

CPV 302 umfasst Desktop-Computer, Laptops, Tablets, Monitore und Peripheriegeräte wie Tastatur, Maus und Headsets sowie mobile Workstations für öffentliche Auftraggeber.

Was umfasst die CPV-Gruppe 302?

Die CPV-Gruppe 302 umfasst die Beschaffung von Computerausrüstung für den Büro- und Verwaltungseinsatz. Dazu zählen Desktop-PCs, Laptops und Notebooks, Tablets und Convertibles, Monitore sowie Peripheriegeräte wie Tastatur, Maus, Headsets und Dockingstations. Auch mobile Workstations für besonders leistungsanforderungsintensive Aufgaben (z. B. CAD, GIS, Videoproduktion) werden unter dieser Gruppe erfasst. Thin-Client-Geräte, die im Kontext virtualisierter Arbeitsplätze eingesetzt werden, fallen ebenfalls in diesen Bereich.

Öffentliche Auftraggeber beschaffen IT-Endgeräte regelmäßig im Rahmen von Rahmenverträgen, die mehrere Jahre abdecken und flexible Abrufmöglichkeiten für Einzelbedarfe bieten. Die Anforderungen an Endgeräte umfassen neben technischen Spezifikationen häufig auch Aspekte wie Energieeffizienz (EU-Energielabelling), Nachhaltigkeit (TCO-Zertifizierung, Recyclingfähigkeit), Barrierefreiheit sowie Kompatibilität mit bestehenden IT-Umgebungen. Durch den IT-Rahmenvertrag des Bundes (via BIT/itZBund) werden Teile des Bedarfs zentralisiert beschafft.

Die vollständige CPV-Struktur ist im offiziellen CPV-Verzeichnis auf SIMAP einsehbar.

Typische Leistungen in CPV 302

  • Desktop-Computer (Standard-PCs, All-in-One-PCs)
  • Laptops, Notebooks und Ultrabooks
  • Tablets und 2-in-1-Convertible-Geräte
  • Monitore (Full-HD, 4K, Curved, Dual-Monitor-Setups)
  • Peripheriegeräte: Tastaturen, Mäuse, Headsets, Webcams
  • Dockingstations und Portreplikatoren
  • Mobile Workstations für anspruchsvolle Anwendungen

Beispiele für Ausschreibungen mit CPV 302

  • Rahmenvertrag über Laptops und Dockingstations für eine Landesverwaltung: Beschaffung von bis zu 5.000 Business-Laptops (15 Zoll, Windows 11 Pro) mit Dockingstation und Monitoren für einen Rahmenvertragszeitraum von 4 Jahren mit garantierten Mindestabnahmemengen – veröffentlicht auf TED (Tenders Electronic Daily).
  • Tablet-Beschaffung für mobile Mitarbeiter einer Stadtverwaltung: Lieferung von 400 robusten Tablets mit LTE-Modul, MDM-fähigem Betriebssystem und Outdoor-Schutzfolie für den Einsatz im Außendienst (Ordnungsamt, Soziale Dienste) – ausgeschrieben auf DTVP.
  • PC-Arbeitsplatz-Ausstattung für einen Neubau einer Bundesbehörde: Einmallieferung von 800 Desktop-PCs, 1.600 Monitoren und dem vollständigen Peripheriezubehör für die Erstausstattung eines neu bezogenen Verwaltungsgebäudes, inklusive Aufbau und Inbetriebnahme – veröffentlicht auf TED.

Für wen ist CPV 302 relevant?

Öffentliche Auftraggeber

Alle öffentlichen Einrichtungen mit IT-Arbeitsplätzen beschaffen Computerausrüstung unter CPV 302. Strategische Beschaffungsaspekte sind Energieeffizienz (Pflicht zur Berücksichtigung von Umweltkriterien nach §67 VgV), Nachhaltigkeit, Standardisierung der IT-Umgebung und Lebenszykluskosten (TCO). Zentralisierte Rahmenverträge über Bundeszentralbehörden (z. B. BeschA) ermöglichen Kosteneinsparungen durch gebündelte Nachfrage. Vergaberechtliche Grundlagen bietet das BMWK.

Unternehmen und Bieter

IT-Hardwarelieferanten und Systemhäuser, die Computerausrüstung an öffentliche Auftraggeber liefern, finden unter CPV 302 eines der volumenreichsten Segmente der öffentlichen IT-Beschaffung. Entscheidend sind wettbewerbsfähige Preise, zuverlässige Lieferketten, Hersteller-Autorisierungen sowie die Fähigkeit, große Mengen termingerecht und inklusive Vor-Ort-Service zu liefern. Energieeffizienz- und Umweltzertifikate (TCO, EPEAT) sind häufig Mindestanforderungen.

Wie hilft Bond bei CPV 302?

Tender Match

Mit tender.match erhalten IT-Hardwarelieferanten und Systemhäuser automatisch alle relevanten Ausschreibungen mit CPV 302 direkt in ihr Dashboard. BOND indexiert Ausschreibungen aus über 1.000 Vergabeportalen in der EU – von TED über nationale Plattformen bis hin zu regionalen Vergabestellen. Statt täglich dutzende Portale manuell zu durchsuchen, werden passende PC-Beschaffungsausschreibungen nach Branche, Kompetenz, Region und Unternehmensprofil gefiltert und zugestellt. Eine automatisierte Gap-Analyse zeigt sofort, wo das Unternehmen die Anforderungen erfüllt und wo Lücken bestehen. So verpassen Unternehmen keine Frist mehr und können sich auf die Angebotserstellung konzentrieren.

Company Match

Für Unternehmen, die für IT-Ausstattungsprojekte Zulieferer, Unterauftragnehmer oder Konsortialpartner suchen, bietet company.match einen direkten Zugang zu qualifizierten Firmen aus einer EU-weiten Datenbank mit über 28 Mio. Unternehmen. Besonders bei größeren PC-Beschaffungsausschreibungen, die ein einzelnes Unternehmen alleine nicht stemmen kann, identifiziert company.match automatisch passende Partner für Bietergemeinschaften und Teilleistungen – und erhöht so die Chancen auf den Zuschlag.

Häufige Fragen zu CPV 302

Müssen öffentliche Auftraggeber bei der PC-Beschaffung Umweltkriterien berücksichtigen? Ja, §67 VgV verpflichtet öffentliche Auftraggeber zur Berücksichtigung von Umweltaspekten bei der Vergabe. Bei IT-Endgeräten bedeutet dies typischerweise Anforderungen an Energieeffizienz (Energy Star), Umweltzertifizierungen (TCO Certified, EPEAT) und Recyclingfähigkeit. Der Umweltgedanke kann sowohl in der Leistungsbeschreibung als auch bei Zuschlagskriterien verankert werden. Details regelt die VgV.

Können Endgeräte über Rahmenverträge zentraler Beschaffungsstellen bestellt werden? Ja, viele öffentliche Auftraggeber können Abrufverträge über bestehende Rahmenverträge zentraler Beschaffungsstellen (z. B. BeschA des Bundes, Landesbeschaffungsämter) nutzen. Dies spart eigene Vergabeverfahren und bietet durch Bündelung günstigere Konditionen. Für eigene Ausschreibungen gilt: Bei Unterschreitung der Schwellenwerte kann nach UVgO vorgegangen werden.

Wie wird bei PC-Beschaffungen mit Lieferschwierigkeiten (z. B. Chip-Engpässen) umgegangen? Lieferschwierigkeiten können durch Rahmenverträge mit mehreren zugelassenen Bietern (Mehrbieterlösung) abgefedert werden. In der Leistungsbeschreibung sollten Lieferfristen realistisch angesetzt und Regelungen für Verzögerungen (Pönalen, Ersatzlieferungen mit gleichwertigen Geräten) vertraglich verankert werden. Die vergaberechtliche Grundlage für solche Flexibilisierungen bietet die VgV.

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