CPV 222 – Zeitungen, Fachzeitschriften, Periodika und Magazine
CPV 222 umfasst Ausschreibungen für Tageszeitungen, Fachzeitschriften, Magazine und Periodika im öffentlichen Sektor. Passende Aufträge finden mit Bond.
Was umfasst die CPV-Gruppe 222?
Die CPV-Gruppe 222 (22200000) klassifiziert öffentliche Aufträge für Zeitungen, Fachzeitschriften, Periodika und Magazine. Im Mittelpunkt stehen regelmäßig erscheinende Druckerzeugnisse wie Tageszeitungen, Wochenzeitungen, Fachzeitschriften aus allen Disziplinen, wissenschaftliche Journale, Magazine sowie branchenspezifische Fachblätter. Die Abonnementbeschaffung ist die häufigste Vergabeform in diesem Segment.
Öffentliche Auftraggeber benötigen Periodika für unterschiedliche Zwecke: Behörden abonnieren Rechtszeitschriften und Amtsblätter, um gesetzliche Neuerungen und Verwaltungsrechtsprechung im Blick zu behalten. Universitätsbibliotheken beschaffen umfangreiche Zeitschriftenpakete aus den Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften. Öffentliche Unternehmen und kommunale Betriebe halten Fachzeitschriften zu ihren spezifischen Tätigkeitsbereichen, etwa im Bereich Energie, Bau oder Gesundheit.
Ein wachsendes Segment in CPV 222 betrifft die Beschaffung digitaler Zeitschriftenzugänge und Online-Datenbanken. Viele Bibliotheken beschaffen hybride Pakete aus Print- und Online-Zugängen. Die Schwellenwerte für die Ausschreibungspflicht sind schnell erreicht, wenn große Zeitschriftenpakete mit mehrjähriger Laufzeit vergeben werden.
Weiterführende Informationen zur CPV-Systematik bieten das SIMAP-Portal sowie die CPV-Verordnung auf EUR-Lex.
Typische Leistungen in CPV 222
- Tageszeitungsabonnements für Behörden und öffentliche Einrichtungen
- Fachzeitschriften für Rechts-, Medizin- und Technikbereiche
- Wissenschaftliche Journale und Forschungspublikationen
- Wochenzeitschriften und Magazine für Öffentlichkeitsarbeit
- Digitale Zeitschriftenpakete und Online-Datenbankzugänge
- Normenpublikationen und technische Regelwerke (periodisch)
Beispiele für Ausschreibungen mit CPV 222
- Zeitschriftenabonnements für eine Ministeriumsbibliothek: Ein Bundesministerium vergibt den Jahresvertrag für rund 150 juristische und verwaltungswissenschaftliche Fachzeitschriften, einschließlich Online-Zugang und Archivrecht für Vorjahresbände – veröffentlicht auf TED.
- Wissenschaftliche Zeitschriftenpakete für eine Hochschulbibliothek: Eine staatliche Universität schreibt die Lizenzierung internationaler wissenschaftlicher Journals in Open-Access- und Subskriptionsmodell für alle Fachbereiche aus, inklusive Discovery-System-Integration – ausgeschrieben auf DTVP.
- Tageszeitungslieferung für ein kommunales Klinikum: Eine kommunale Krankenhaus-GmbH beschafft täglich mehrere Regionaltitel und überregionale Tageszeitungen für Patientenzimmer, Aufenthaltsräume und den Pressespiegel der Verwaltung.
Für wen ist CPV 222 relevant?
Öffentliche Auftraggeber
Bibliotheken auf allen Ebenen (kommunal, universitär, Behördenbibliotheken), Ministerien, Krankenhäuser, Forschungsinstitute und öffentliche Unternehmen sind die Hauptabnehmer. Zeitschriftenbeschaffung für Bibliotheken umfasst oft mehrjährige Verträge mit komplexen Lizenzmodellen. Zunehmend relevant sind Open-Access-Transformationsverträge, bei denen der Zugang zu Zeitschriften mit Publikationsrechten verknüpft wird.
Unternehmen und Bieter
Zeitschriftenagenturenverlage, Abonnementdienste, Medienhäuser und spezialisierte Bibliothekszulieferer sind typische Bieter. Entscheidend sind Sortimentsbreite, Zuverlässigkeit der Lieferung und Fähigkeit, hybride Print/Digital-Pakete anzubieten. Für wissenschaftliche Zeitschriftenpakete sind oft direkte Verlagsverhandlungen und Konsortialabschlüsse der Bibliotheksverbünde maßgeblich.
Vergaberechtliche Rahmenbedingungen erläutert das BMWK.
Wie hilft Bond bei CPV 222?
Tender Match – Ausschreibungen automatisch finden (CPV 222)
Mit tender.match erhalten Verlage, Zeitschriftenagenturen und Medienhäuser automatisch alle relevanten Ausschreibungen mit CPV 222 direkt in ihr Dashboard. BOND indexiert Ausschreibungen aus über 1.000 Vergabeportalen in der EU – von TED über nationale Plattformen bis hin zu regionalen Vergabestellen. Statt täglich dutzende Portale manuell zu durchsuchen, werden passende Zeitschriften- und Abonnementaufträge nach Branche, Kompetenz, Region und Unternehmensprofil gefiltert und zugestellt. Eine automatisierte Gap-Analyse zeigt sofort, wo das Unternehmen die Anforderungen erfüllt und wo Lücken bestehen. So verpassen Unternehmen keine Frist mehr und können sich auf die Angebotserstellung konzentrieren.
Company Match – Die richtigen Partner finden (CPV 222)
Für Unternehmen, die für Zeitschriften- und Medienprojekte Zulieferer, Unterauftragnehmer oder Konsortialpartner suchen, bietet company.match einen direkten Zugang zu qualifizierten Firmen aus einer EU-weiten Datenbank mit über 28 Mio. Unternehmen. Besonders bei größeren Zeitschriftenpaketen, die ein einzelnes Unternehmen alleine nicht stemmen kann, identifiziert company.match automatisch passende Partner für Bietergemeinschaften und Teilleistungen – und erhöht so die Chancen auf den Zuschlag.
Häufige Fragen zu CPV 222
Ab welchem Auftragswert muss die Zeitschriftenbeschaffung ausgeschrieben werden? Für Lieferaufträge gilt ab 221.000 Euro (Bundesebene) die europäische Ausschreibungspflicht nach VgV. Unterhalb dieser Grenze gilt die UVgO. Da Zeitschriftenpakete für Universitätsbibliotheken oft hohe sechsstellige oder millionenschwere Jahresbudgets haben, ist die EU-Ausschreibungspflicht in diesem Segment weit verbreitet.
Wie werden Open-Access-Transformationsverträge vergaberechtlich behandelt? Open-Access-Transformationsverträge (sogenannte „Read-and-Publish"-Verträge) kombinieren Lesezugang mit Publikationsrechten. Sie fallen grundsätzlich unter das Vergaberecht und sind ab den Schwellenwerten EU-weit auszuschreiben. Die genaue CPV-Zuordnung hängt vom Hauptgegenstand des Vertrags ab. Aktuelle Ausschreibungen solcher Verträge finden sich auf TED.
Können Bibliothekskonsortien gemeinsam ausschreiben? Ja, Bibliotheksverbünde und -konsortien können gemeinsam ausschreiben und so größere Verhandlungsmacht gegenüber Verlagen erzielen. Vergaberechtlich ist dabei eine klare Koordinationsstruktur und transparente Zuständigkeitsverteilung erforderlich. Entsprechende Regelungen finden sich in der VgV.
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